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Bauweise


1. Beschreibung
2. Prinzipskizzen
3. Dokumentation

1. Beschreibung der Bauweise

Der Fahrbahnübergang aus Asphalt dient der Überbrückung und Abdichtung von befahrenen Fugen auf Brücken und anderen Ingenieurbauwerken. Der Fugenspalt wird von einem auf den Rändern der Bewegungsfuge gleitend gelagerten Streifen (Abdeckstreifen) abgedeckt. Die Bewegungen im Bereich des Fugenspaltes werden mit Hilfe eines an den Flanken und der Unterlage dauerhaft haftenden dehnbaren Asphaltkörpers auf den anschließenden Fahrbahnbelag übertragen.

Das Funktionsprinzip des Fahrbahnübergangs aus Asphalt ist ein kombiniertes Zusammenwirken von Polymerbitumen-Tränkmasse und fraktioniertem Splitt. Seine Standfestigkeit resultiert aus der Korn-zu-Korn-Abstützung des Splittgerüstes, seine Funktionsfähigkeit aus den viskoelastischen Eigenschaften der Tränkmasse und der Beweglichkeit des Splittgerüstes.

2. Prinzipskizzen eines Fahrbahnübergangs aus Asphalt

3-D-Modell eines Fahrbahnübergangs aus Asphalt Asphalt
Gereinigte Fugenmulde
(mit einragender
Dichtungsschicht)
Dichtungsschicht
Schließen des Fugenspaltes

    Unterfüllung Fugenspalt

    Fugenverguß Fugenverguss
Fuge
Muldenauskleidung

Mulde
Mulde
Abdeckstreifenkonstruktion
Abdeckstreifen (verschiedene
Varianten möglich)Konstruktion
Fixierstift Streifen
Varianten
Muldenfüllung

Muldenfüllung
Muldenfüllung
Oberflächenabschluss

Oberflächenabschluss
Oberflächenabschluss
Dargestellt ist ein Fahrbahnübergang aus Asphalt auf einem Bauwerk zwischen zwei Fahrbahntafeln bzw. zwischen Fahrbahntafel und Widerlagerbereich. Der ebenfalls häufige Anwendungsfall dieser Übergänge zwischen Fahrbahntafel und direkt angrenzendem Straßenkörper ist nachfolgend skizziert.

Fahrbahnübergang

Querschnitt durch einen Fahrbahnübergang aus Asphalt im Fahrbahnbereich zwischen Bauwerksende und Straßenoberbau


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3. Dokumentation
Die Dokumentation der Randbedingungen für den Einbau des Fahrbahnübergangs und des Einbaues selbst sind wichtige Instrumente für die Güteüberwachung. Seitens der Auftraggeber und der Auftragnehmer sollten diese Dokumentationen sorgfältig durchgeführt werden.

3.1 Bestandsaufnahme
- gemäß Kapitel 1, Absatz (5) der ZTV-ING 8.2 mit Formblatt C 8.2.1 aus Anhang C

Im Rahmen der Ausschreibung ist vom Auftraggeber (Bauherr) eine Bestandaufnahme zu erstellen, mit der die objektbezogenen Randbedingungen als Einflussgrößen für den Einbau und die Nutzung des Übergangs erfasst werden. Diese Bestandsaufnahme ist dem Auftragnehmer auszuhändigen. Erfasst werden

  • Anwendungsbereich gemäß ZTV-ING 8.2, Abschnitt 3.1
  • Geometrie des Bauwerkes einschließlich Regeldicke des Übergangs
  • Verkehrsbelastung
  • Art und Größe der Bewegungen
  • Grenzwerte für die mittlere Bauwerkstemperatur zum Einbauzeitpunkt
  • Stützweite des Überbaus
  • Lagerung des Überbaus
  • Blockfugenabstand der Sohle (bei Tunnelsohlen)
  • Art der Unterlage
  • Mischgutart des anschließenden Belages und
  • Anschluss der Dichtungsschicht.


3.2 Einbauprotokoll
- gemäß Kapitel 6, Absatz (2) der ZTV-ING 8.2 mit Formblatt C 8.2.2 aus Anhang C

Der Einbau des Fahrbahnübergangs aus Asphalt ist vom Auftragnehmer zu dokumentieren. Das Einbauprotokoll ist dem Auftraggeber auszuhändigen. Erfasst werden

  • Systemname
  • Äußere Bedingungen beim Einbau
  • Spaltöffnung der Fuge
  • Art der Herstellung der Fugenmulde
  • Abmessungen der Fugenmulde
  • Art der Vorbereitung der Unterlage
  • Anzahl der Lagen der Muldenfüllung
  • Dicke der Lagen
  • Anzahl der Bauabschnitte und
  • Ergebnisse der Eigenüberwachungsprüfungen.
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